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Heidrun Schaller

65 Jahre und kein bisschen alt

Heidrun Schaller, 1943 in Eckernförde geboren, 1946 in die Sowjetunion verschleppt, 1953 nach Ost-Berlin ( DDR ) 1954 Flucht in den Westen.

Ich schreibe seit ca 30 Jahren intensiv und veröffentliche seitdem auch.

Ich habe in zahlreichen Anthologien und Fachzeitschriften veröffentlicht.

Als Einzelpublikationen sind zu nennen:

 

1. „Wachstum geht nicht ohne Schmerzen“ ( Lyrik)1989 im Till Sitter Verlag, Bremen

2. „Birkengrüner Wind“ (Lyrik ) 1991 in den Sonnnennreiter Publikationen, Langenhorn

3. „Ablagerungen des Regenbogens“ (Prosa) 1992 in den Sonnenreiter Publikationen, Langenhorn

4. „Pantha rhei“ (alles fließt, Heraklit) (Lyrik und Prosa) 1994 in den Sonnenreiter Publikationen, Langenhorn (vergriffen)

5. „Chaos huscht durch die Perfektion“ (Lyrik) 1995 in der Edition Thaleia, Saarbrücken

6. „Kinder stark machen gegen die Sucht“ (ein Elternratgeber) 1997 im Herder Verlag, Freiburg

 

Ich veranstalte seit 27 Jahren Kreative Schreibseminare an Volkshochschulen, Bibliotheken, zu Lyrikertreffen und in Schulen.

Kooperationsprojekte mit Malerinnen sind meine große Leidenschaft: (ich schreibe zu ihren Bildern Texte, oder sie malen zu meinen Texten )

1. 1992 in Rotenburg/ Wümme „5 Farben“ eine multimediale Collage mit der Malerin: Elise Andresen und dem Komponisten Wittwulf Malik sowie mit einer Tanzgruppe des Rathsgymnasiums in Rotenburg. Ich habe die Texte zur Musik geschrieben. Das ganze kam zu einer Aufführung im Rahmen des Festivals der Chöre in Rotenburg in einem „Nachtcafé“

2. „Erdkleider“ ein multimediales Projekt 1997 mit der Malerin: Magret Huch aus Kiel, einer Sängerin und mit 2 Tänzerinnen – ich schrieb die Texte. Das Ganze kam in der Alten Synagoge in Rendsburg zur Aufführung

3. „Schatten im Spiegel“ (1997) 12 Paare – immer eine Malerin und eine Lyrikerin – arbeiteten sich gegenseitig inspirierend zu diesem Thema. Es gab eine Buchpublikation mit dem gleichnamigen Titel, die von der GEDOK Schleswig Holstein herausgegeben wurde und vom Kultusministerium Schleswig- Holstein gesponsert wurde. Auch wurde alle im Buch veröffentlichten Texte und Bilder + drei weiterer Arbeiten der Paare in der GEDOK-Galerie in Lübeck ausgestellt.

4. 1999 wurde dann die gesamte Ausstellung mit den Texten in Reykjavik in Island gezeigt.

5. „Nordwärts“ (1997) eine Ausstellung mit der Malerin: Birgit Rautenberg-Sturm aus Stein bei Laboe im „Alten Rettungsschuppen“ in Laboe. Hier habe ich zu den von Nördlichen -und Seefahrereindrücken inspirierten farbigen Radierungen und großformatigen Linolschnitten der Künstlerin, wiederum Texte verfasst.

6. Am 17.6.1999 wurde in Zeuthen ( einem Stadtteil von Berlin, eine Ausstellung der Malerin, Lieselotte Horstmann eröffnet – „ Feen, Gnome und Sylphen“. Ich habe zu ihren Bildern Gedichte geschrieben, die ich bei der Vernissage  vorgetragen habe.

7. Am 7. 11. 1999 habe ich mit der Malerin Lieselotte Horstmann eine weitere Ausstellungseröffnung in einem neu eröffnetem Lokal, dem DILARA in Hamburg, veranstaltet und wiederum Texte zu den Bildern vorgetragen.

8. 10. 2. – 20. 5. 2001 mit der Malerin Bärbel Grimm eine Ausstellung mit Texten von mir und mit einer Lesung mit mir: „Innen - und Außenansichten mit Pinsel und Federhalter“ in Braunschweig in einer Kanzlei

9. Am 22.4. 2001 habe ich mit der Malerin Bärbel Grimm eine Ausstellung mit Texten von mir und mit einer Lesung mit mir: „Innen - und Außenansichten mit Pinsel und Federhalter“ im Marschtorzwinger in Buxtehude durchgeführt

10. Vom 9. 6. – 10. 8. 2001 war mit der Malerin Bärbel Grimm eine Ausstellung mit Texten von mir und mit einer Lesung mit mir: „Element und Landschaft“(Innen- und Außenansichten) in der Heimvolkshochschule-Sprengelzentrum von Bederkesa

11. Am 28. 7. 2001 war eine Vernissage in der Galerie am Schloss in Heidelberg mit der Malerin „Margarete“ aus Tunesien, zu deren Bildern ich ebenfalls Gedichte geschrieben habe.

12. Einzelausstellung in Grevesmühlen 2003 Bilder und Texte dazu von mir

13. Einzelausstellung im Logenhaus Hamburg 2007

Als Schreib-Lese-Clown auf Straßenfesten, in Kindergärten und Schulen, bei den Autorenkollegen bin ich „schnelldichtend“ auf ein Stichwort hin unterwegs und immer wieder gern gesehener Gast bei besonderen Anlässen. Hier: Auf Usedom bei einem der Lyrikgesellschaftstreffen, die Anneliese Korte ausrichtete.

… und auch heute immer wieder

Ich bin Mitglied in:

· „Hamburger Autorenvereinigung“

· von 1999 – 2005 1. Vorsitzende des Landesverbandes Hamburg, des „Freien Deutschen Autorenverbandes“ (FDA Ehrenvorsitzende auf Lebenszeit

· 2000 – 2001 VizepräsidentIn im Bundesverband des Freien Deutschen Autorenverbandes

· In der IGDA (Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren)

· Repräsentantin Hamburg/Norddeutschland der Lyrikgesellschaft

das Lachen
zwitscherhell und
flügelschlagend
hinauf
in den
grauen Himmel
der vom
griesgrämigen Alltag
schwer
und unbeweglich;
lachend
einen Riss
rote Sterne
rieseln
in
offene Augen
fluten
mit dem Wind,
lichten
die verstummten
Poren

dem Rhythmus
der Sehnsucht
folgen
durch
das Fenster
hinaus
in das Zauberlicht
der späten Abendsonne
einen Nebeltanz
lang
eintauchen
in diese Welt
zwischen
Tag und Nacht
folgen
der lockenden Melodie
des Lebens

erste
Herbstkühle
kneift
Rot
in die Blätter
Spätaufsteher
weckt
das Morgenrot;
Tulpenbunt
schläft
lange schon
einen
Zwiebeltraum
leichte
Melancholie
wirbelt
vor dem Wind

einsammeln
die kleinen Freuden
den Duft einer Rose
das Lachen eines Kindes
eine heiße Dusche …
und aus dieser Sammlung
in meinen offenen Händen
ein Nest
bauen
für
kalte schmerzhafte
Tage
an denen
alles freudlos
zu sein
scheint