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Herbert G. Pedit

1935 in Innsbruck geboren.

 

Bald nach Abschluss der Studien an der Hochschule für Welthandel in Wien begab ersich in die USA, wo er von 1964 bis 1973 lebte. Er arbeitete für einen amerikanischen Konzern im intenational marketing. Diese Tätigkeit brachte ihn in alle Kontinente. Nach seiner Rückkehr nach Österreich setzte er seine Laufbahn im internationalen Marketing fort.

 

Er begann 1954 Verse und Kurzprosa zu schreiben, veröffentlichte nur gelegentlich und hielt Lesungen in Literaturkreisen.

Bald nach seiner Pensionierung 1995 begann er das Studium „Vergleichende Literaturwissenschaft und Amerikanistik“ an der Universität in Innsbruck. Er schloss das Studium 2002 mit „Magister phil.“ ab

Kontakt:

pedit@telring.at

Der Anthlogist moderner deutscher Lyrik Hans Bender schreibt im Vorwort zu seiner letzten Anthologie: „Es werden viele. es werden allzu viele Gedichte geschrieben.“ Diese Aussage muß man korrigieren, wenn man die Gedichte von Herbert G. Pedit liest. Mag sein, dass viele Gedichte überflüssig erscheinen, diese Gedichte „Die schwarze Orchidee“ aber sind notwendig, weil sie einfach vorzügliche Gedichte sind. Es ist Lyrik, die man nicht nur einmal liest; es ist ein auch wunderschön ausgestattetes und – man verzeihe dieses, heute ungebräuchliche, aber so starke und aussagekräftige Wort – reizendes Buch, das man stets gerne zum Wiederlesen in die Hand nimmt: denn reizend ist nicht allein hübsch, das Buch „reizt zum Nachdenken, zur Besinnung, zum Aufhorchen und Mithören…

Dr. Wilhelm Bortenschlager, Wels

Die vorliegenden Gedichtbände „Schwarze Orchidee“und „Wieder ein Tag“ sind eine Auswahl seiner Themenvielfalt

Dem Original der Buchseitezur besseren Lesbarkeit  nachgearbeitet v. Webmaster

Der Lyrikband ist zum Preis von € 9,50 + Versandkosten beim Autor erhältlich

Traumvorstellung

Kleine Knospe
die den leisen Atem hört
die der Schattenluft gehört
und kaum erblüht
zur innren Umkehr strebt
die mir verhüllt
der Blüte Pracht

Was du geliebt
verfällt
was dich erfüllt
singst du in die Nacht
Knospe
die den Windhauch liebt
der dich mit weißem Segel
unerkannt
ins Märchenland hinüber treibt

In meinen Träumen
seh ich Ozeane schäumen
dein Boot sich heben fallen
Bis dann am Morgen
fahl und grau
ich seekrank aus dem Bette schau
Ich merk mir deinen Namen nicht
du lieb Gesicht
Knospe
die ich liebend gern geküßt
wenn ich deinen Namen wüßt
dann wärst du
keine

aus „Wieder ein Tag“

Was ich sehe

Ich tauche
von der letzten Helle genährt
in durstiges Dunkel
will ruhen
im Endlich
verweilen
wo das Immer ist

Aber kann nicht denken
daß irgendwas Dauer hat

Vogelflug
Vogelnester
Spinnennetze
Spinnenbeute
ich sehe
große Fläche mit Maulwurfshügeln
das Korn sich wiegen
Äpfel fallen
Ganz nah bei mir
rührt sich ein Blatt
ich sehe endlich wahre Größen
wahre Entfernungen

Abend
Silberspur der Schnecke
das und dies wird Dauer haben
lebt in mir mit mir
zeigt mir Leben

Ich sehe Leben

 

aus „Wieder ein Tag“

Gebet

Laß uns
Herr
in diesen Tagen
unser Leben
so erleben
daß wir den Sog der Erde spüren
alles reinen Auges sehen
das du so wunderbar gemacht
Vater
laß geschehen
daß eine Pflugschar breit
der Weg sich zeigt
auf dem
mit deiner Hand
uns du geleitest
sanft und hart zugleich
wir wandern
Herr
wandern
irren
suchen
in einem fort verwirrt
Pilgern gleich
hin
zu deinem Reich.

 

aus „Schwarze Orchidee“

Der Lyrikband ist zum Preis von € 9.– + Versandkosten beim Autor erhältlich