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Gerta Ubl-Fahrngruber

geboren am 22. 8. 1944 in Wien, aufgewachsen in Wien-Liesing.

Wohnorte in Wien, Burgenland, Niederösterreich und Salzburg.

Zurzeit wohnhaft in Wien und Hochegg/NÖ-
Tochter lebt mit Familie in Wien (2 Kinder)

Büroangestellte und Lehrerin, jetzt in Pension

Seit 1973 schriftstellerisch tätig: Lyrik, Kurzprosa, heitere Prosa, auch Mundart, Aphorismen, Haiku Kinderreime und –geschichten.
Einige Jahre Leiterin der Perchtoldsdorfer Künstlerrunde
Lesungen mit Musik organisiert in Wien und Niederösterreich.
eigene Lesungen in Wien, Burgenland Steiermark, Niederösterreich, Salzburg

Publikationen:
1976 Lyrischer Streifen „Strickgespinste“
1994 Senryu-Kalender, illustrierte Weihnachts-Gedichtkarten.
Im Eigenkopierverfahren:
1986   Mundartreihe (Breitenfurter Autorentrio)
1997   Haiku und Senryu „Brunnenstimmenklause“
2007   „Lyrik und Bilder“

Hobbies: Yoga, Zen-Meditation, Malen, Zeichnen, Tanzen
zwei Aufenthalte in buddhistischen Klöstern (Indien und Hawaii)
ehrenamtliche Tätigkeiten als Chorleiterin und Malkursleiterin
Gedächtnis– und Bewegungstraining mit Schwerpunkt Humor und Lachen.

Motto:

 

Menschen, die friedvolle Gedanken austauschen und öfter lachen hinterlassen Lichtspuren in dieser Welt der Verschiedenartigkeiten ...

Kontakt: gertaf@aon.at

oder 0699/ 11 43 23 12

Lyrik und Grafiken

im wald

als ich durch den wald ging
über regennasses holz
glänzte die erde im morgengrau

als ich in der blumenwiese lag
stieg duftende wärme
aus kristallenem tau

als die sonne durch die baumstämme guckte
sah ich wogende äste
am himmel
mächtig und blau

als ich am gipfel stand
tanzten die vögel den reigen
und ich fühlte die welt groß
aus ewigen lichtern steigen

heimat

halte mich fest unter deinen geschwungenen giebeln
lass mich lauschen dir in warmen nächten
schicksalsschwer liege ich gebrochen dir am arm
weit schallt der trost aus deinem mund
leg dein licht in meine wunden
halte mich fest
geborgen will ich bei dir sein
gemeinsam gehen will ich, nicht allein
gib mich nicht dem krähendunkel
und nicht dem abendlicht
halte nicht gericht am galgenbühel
sei für mich bereit
heimat
halte mich fest
schicksalsschwer ist unsere zeit

ich suche den baum, dem ich fehle
bin sein blutendes herz
bin die axt, die ihn fällt
bin die hand, die ihm lindert den schmerz

bin dem clown eine träne
der katze die maus
bin das tor ohne schlüssel
das dach ohne haus

bin der docht in der lampe
die leuchten wird
bin der wolf unter schafen
der herde ein hirt

bin dem himmel ein spiegel
ein auge der welt
bin der vorhang am ufer
das schiff, das die hoffnung im herzen behält

bin dem himmel ein spiegel
ein auge der welt
bin der vorhang am ufer
das schiff, das im hafen zerschellt

bin die stille am abend
die kerze, die immer noch brennt
bin die tafel in stein gehauen
die nur das gute kennt

bin frage und antwort
die seite im goldenen buch
bin das rätsel des kosmos
bin gnade und fluch

bin wie honig in bitteren waben
ein blatt nur im reißenden strom
bin andacht und trauer
bin kapelle und dom

bin dem himmel ein spiegel